So funktioniert Spritsparen!

Am Ende zählt, was hinten rauskommt. Als unser aller Einheitskanzler diese denkwürdige Lebensweisheit der Nachwelt anvertraute, lag der erste PEUGEOT Eco Cup noch in weiter Ferne. Jetzt rollt er durch Frankreich, 1005,7 aufschlussreiche Kilometer weit. Wie weit lässt sich der Durchschnittsverbrauch im Alltagsverkehr senken durch bewusst sparsame Fahrweise – bei Einhaltung der Verkehrsregeln, versteht sich? 30 Prozent unter Herstellerangabe sind drin, hat im Spätsommer 2009 die PEUGEOT Umweltmeisterschaft eindrucksvoll belegt. Ob vielleicht noch mehr geht, stellt sich am Abend des 1. März heraus. Um 17:25 Uhr muss das letzte Team im Hotel sein, dann wird nachgemessen, wer am wenigsten verbraucht hat. Die 144 Teilnehmer sind wild entschlossen, bis dahin jedes noch so kleine Tröpfchen Diesel zu retten, das im Tank ist. Denn der wird am Ende unter notarieller Aufsicht ausgesaugt, und dann zählt wirklich nur, was hinten (noch) rauskommt. Wer die folgenden Tricks beherzigt, hat grundsätzlich gute Karten beim Spritsparen.

1. Kein Ballast im Auto Spritsparen beginnt vor dem Losfahren. Jedes Kilogramm Gewicht erhöht den Verbrauch des Autos. Faustregel: 100 Kilo Mehrgewicht kosten einen halben Liter mehr auf 100 Kilometern.

2. Reifen mit geringem Rollwiderstand Fahren Sie immer mindestens mit dem Reifendruck, den der Autohersteller für das vollbeladene Fahrzeug bei Höchstgeschwindigkeit empfiehlt. Übrigens: Breitreifen erhöhen den Verbrauch.

3. Kurzstrecken und Verschleiß vermeiden Direkt nach dem Start braucht ein Mittelklassewagen rund 30 bis 40 Liter Kraftstoff auf 100 Kilometer. Nach einem Kilometer sinkt der Verbrauch auf etwa 20 Liter. Erst nach vier Kilometern ist der Motor betriebswarm und der Verbrauch hat sich normalisiert. Daher gilt: kurze Strecken lieber zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurücklegen. Der Verschleiß des Motors ist bei kaltem Motor außerordentlich hoch. Besonders schädlich für Motor und Umwelt: warmlaufen lassen im Stand. Am schonendsten erreicht der Motor seine Betriebstemperatur, wenn es sofort nach dem Motorstart losgeht und spritsparend gefahren wird.

4. Niedrigtourig fahren Niedrigtouriges Fahren ist das A und O einer umweltverträglichen Fahrweise. Leider hält sich immer noch hartnäckig das Gerücht, ein Motor liefe am sparsamsten und schonendsten im mittleren Drehzahlbereich. Aber für alle Autos, die in den letzten zwanzig Jahren gebaut wurden, gilt: je niedrigtouriger und je gleichmäßiger, desto besser. Mit einer geringeren Drehzahl zu fahren spart bis zu 30 Prozent Kraftstoff und schont den Motor. 2000 Umdrehungen pro Minute (U/min) reichen im Stadtverkehr aus.

5. Schnell schalten Schalten Sie schon nach einer Wagenlänge in den zweiten Gang. Im zweiten und dritten Gang kräftig Gas geben und spätestens bei 2.000 U/min in den nächsten Gang hoch schalten. Wenn man mit viel Gas bei niedriger Motorumdrehungszahl beschleunigt, erreicht man eine vollständigere, verbrauchsgünstigere und schadstoffärmere Verbrennung, als wenn man mit sanftem Fuß im mittleren Drehzahlbereich beschleunigt.

6. Vorausschauend gleiten Jedes Anfahren und Beschleunigen verbraucht viel Benzin. Durch vorausschauendes Fahren wird eine möglichst regelmäßige Bewegung mit konstanter Geschwindigkeit angestrebt. Genügend Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug (Faustregel drei Sekunden) hilft Ungleichmäßigkeiten im fließenden Verkehr auszugleichen und dient der Verkehrssicherheit. Fährt das Auto auf ein Hindernis zu, kann der Fahrer den bestehenden Fahrzeugschwung nutzen.

7. Geschwindigkeit Fahren Sie etwas unterhalb der Geschwindigkeitsbegrenzungen. Auf der Autobahn bedeutet eine um 10 km/h geringere Geschwindigkeit eine Einsparung von einem Liter auf 100 Kilometer.

8. Überlandverkehr 2.000 U/min reichen auf Fernstraßen nicht aus. Auch gelten die genannten Schaltpunkte nicht für die Beschleunigungsstreifen der Autobahn und für Überholvorgänge auf Landstraßen. Generell gilt für Landstraße und Autobahn: je niedriger die Drehzahl und damit das Tempo, desto niedriger der Verbrauch.

9. Stromfresser ausschalten Je stärker die Lichtmaschine durch elektrische Verbraucher belastet wird, desto höher ist der Kraftstoffverbrauch. Größter Stromfresser ist die Klimaanlage, die den Verbrauch im Stadtverkehr um bis zu 1,8 Liter auf 100 Kilometer erhöht. Auch jedes kleine Motörchen – z.B. für den Scheibenheber – erhöht den Verbrauch. Vergessen wird oft die Heckscheibenheizung. Die „verbraucht” pro Stunde ca. 0,1 Liter Sprit. Umgerechnet auf den Stadtverkehr sind das 0,3 bis 0,4 Liter pro 100 Kilometer.

10. Motor aus! Wenn sich absehen lässt, dass Sie zum Beispiel an einer roten Ampel mehr als zehn Sekunden stehen, sollten Sie den Motor abstellen. Beim anschließenden Motorstart auf keinen Fall Gas geben.

Eintrag erstellt am Sonntag, den 28. Februar 2010