Spritsparen ist kein Geheimnis, das haben wir ja schon verraten. Es gibt einige sehr einfache und sehr wirkungsvolle Tipps und Tricks und Techniken, die den Verbrauch praktisch jedes Autos senken können. Wie in der Medizin gibt es neben der reinen Lehre aber immer auch alternative Ansätze. Nehmen wir die Sache mit der Kartoffel. Der gemeine Erdapfel macht sich nämlich nicht nur auf dem Teller sehr gut, sondern auch auf der Windschutzscheibe. Das zumindest glaubt eins der Schweizer Teams, das mit einer kleinen Knolle einen lästigen Verbraucher austricksen will. Aufschneiden, gleichmäßig die ganze Windschutzscheibe einreiben – schon lege sich ein Schutzfilm über das Glas und der Regen perle ab wie Wasser von einem Neoprenanzug. Und der böse Scheibenwischer, dieser lästige Stromschmarotzer, der kann bleiben, wo er ist. Jawoll!
Ein weiterer, sehr verbreiteter Ansatz zum Strom- und damit Spritsparen ist der Verzicht auf die Lüftung. Noch so ein Schmarotzer. Zwar in homöopathischen Dosen, meinen viele Kenner der Materie, aber selbst kleinste Mengen können bei einem Wettkampf wie diesem letztlich über Bald-Peugeotfahrer-Sein oder nicht sein entscheiden. Genau wie gute Sicht. Dumm nur, dass die flöten geht, wenn alle Scheiben wegen hoher Luftfeuchtigkeit draußen (durch anhaltenden Regen) und unzureichender Luftzirkulation innen beschlagen und weder von außen nach innen (nicht so wichtig), noch von innen nach außen (ganz besonders wichtig) irgendeine Form der Ortung möglich scheint. Die bildhübschen Santos-Schwestern, die für Portugal im PEUGEOT 5008 unterwegs sind, erkennt man vor lauter Innenraum-Niederschlag nur noch an den Namensaufklebern auf den hinteren Seitenscheiben. Ob sie deshalb mit nur 63 km/h über die Autobahn schleichen?
Falk und Sven, die deutschen 5008-Fahrer, haben für solche Fälle extra zwei „Klare Sicht“-Schwämme im Gepäck. Wie Hartwig und Michael, die Motorencracks aus Aachen im 308, schwören sie auf vorausschauendes Fahren. Nicht ausbremsen lassen, Schwung mitnehmen am Berg. Was werden die vier heute den obligatorischen Checkpoint bei Kilometer 304,8 verflucht haben. Der lag genau am Fuße einer langen Gefällstrecke. Was für eine Energieverschwendung! Wie soll man das wieder wettmachen? Spiegel anklappen? Spaltmaße abkleben? Im Portfolio der internationalen Sparfuchstruppe schlummert noch so einiges.
Eintrag erstellt am Sonntag, den 28. Februar 2010


