MARIE BÄUMER – TALENT KENNT KEINE GRENZEN

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Film- und Theaterschauspielerin Marie Bäumer ist die neue Markenbotschafterin von PEUGEOT. Erfahren Sie Interessantes über ihr Leben, ihre Schauspielkarriere und warum sie so gut zur Löwenmarke passt.

Marie Bäumer – Film- und Theaterschauspielerin

Die beliebte Schauspielerin Marie Bäumer begann ihre Schauspielausbildung 1992 an der Scuola Teatro Dimitri in Verscio (Tessin) und im Studio 033 in Hamburg. Von 1994 bis 1996 studierte sie an der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg. Schon während dieser Zeit konnte sie sich in Detlev Bucks Filmkomödie „Männerpension“ einen Namen machen. Seitdem wurde sie mit zahlreichen Film- und Theaterpreisen ausgezeichnet. So erhielt sie beispielsweise für ihre Rolle in Oskar Roehlers "Der alte Affe Angst" 2002 den Bayerischen Filmpreis und den Preis der deutschen Filmkritik.

Talent kennt keine Grenzen

Die gebürtige Düsseldorferin, die auch gern als neue Romy Schneider bezeichnet wird, lebt und wirkt heute in der französischen Provence. Auch hier blieben die Preise nicht aus. Beim 29. FIPA - Festival International de Programmes Audiovisuels in Biarritz ehrte man Marie Bäumer mit dem FIPA D'OR als Beste Hauptdarstellerin Drama für den ZDF-Fernsehfilm "Brief an mein Leben". Regelmäßig kehrt sie nach Hamburg zurück, wo sie an der Schule für Schauspiel junge Künstler unterrichtet.

 Neue Markenbotschafterin fur PEUGEOT Marie Baumer

Marie Bäumer – einfach beeindruckend

 Marie Bäumer neue PEUGEOT Markenbotschafterin

Impress yourself – nur wenige andere Schauspieler verkörpern das PEUGEOT Motto so gut wie Marie Bäumer. Das macht sie zur idealen Botschafterin unserer Marke – und zur perfekten Besetzung als Jury-Leiterin des diesjährigen PEUGEOT Drone Film Festivals. Hier fällt ihr die schwere Aufgabe zu, mit zahlreichen anderen hochkarätigen Gesichtern aus Film und Fernsehen die besten Dronenfilme in den Kategorien Landscape, Story Telling, Impress Yourself, Sports und Experimental zu küren. Und das wird sicher nicht einfach, schließlich haben schon die Beiträge im vergangenen Jahr bewiesen, wie viel Kreativität und Finesse die Teilnehmer mitbringen.







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Haltung und Gefühl –

Marie Bäumer im Impress Yourself Gespräch

Wir treffen die Botschafterin der Löwenmarke beim Peugeot-Drohnenfilmfestival, das sie als Direktorin und Vorsitzende der Jury leitet.


Frau Bäumer, Sie wurden von Beginn Ihrer Karriere an immer wieder mit Romy Schneider verglichen – und weigerten sich stets, die Schauspielerin zu verkörpern. Warum eigentlich?

Marie Bäumer: Als Schauspielerin eine Schauspiel-Ikone zu verkörpern – damit kann man nur gegen die Wand fahren.


Nun haben Sie sich doch für die Rolle entscheiden. Was hat Sie umgestimmt?

Marie Bäumer: Mein väterlicher Produzentenfreund Denis Poncet. Er saß
mit mir in Paris beim Austernessen und fragte bei Auster Nummer 14, ob das Sujet Romy Schneider für mich endgültig erledigt sei. Ich habe Ja gesagt – und ein Komma hinzugefügt.

Was kam nach dem Komma?

Marie Bäumer: Auch Denis Poncet guckte mich erwartungsvoll an. Dann sagte ich: „Außer, wenn es um einen Zoom am Ende ihres Lebens geht. Eine Verdichtung, in der man eine Zustandsbeschreibung dieser Welt-Ikone schafft – und durch die Ikone durchdringt.“

Der Film thematisiert drei Tage im Leben Romy Schneiders. Es sind Tage gespielter Normalität im französischen Küstenort Quiberon. Schneider wollte sich erholen. Doch stattdessen ließ sie sich auf ein riskantes Experiment ein. Eine gezeichnete Romy gewährte Stern-Reporter Michael Jürgs und dem Fotografen Robert Lebek einen intimen Einblick in ihr Leben – in ihr Seelenleben. Die Bilder dieser drei Tage, längst ikonografische Aufnahmen der Filmgeschichte, zeichnen
ein Psychogramm der großen Schauspielerin.

Können Sie beschreiben, in welchem Zustand sich Romy Schneider in der Zeit in Quiberon befunden hat?

Was sie zu diesem Zeitpunkt gefühlt hat, ist der Wahnsinn. Da kann man schnell in den Abgrund blicken. Sie war verschuldet, hatte die zweite Scheidung und die dritte
Trennung hinter sich. Sie war krank, seelisch angeschlagen, allein mit dem Kindermädchen in Paris.

Wie ging es Ihnen damit dann beim Dreh?

Ich sah mich ab einem gewissen Zeitpunkt dieser Ikone gegenüber und es war schrecklich. Nach wie vor sehe ich mich nicht als Romy. Ich stelle mich hinter diese Person.

Dennoch haben Sie „die Schneider“ wunderbar einfühlsam verkörpert, die Kritiker sind voll des Lobes. Wie sind Sie an die Aufgabe herangegangen?

Ich habe gesagt, dass ich im Spiel frei bleiben möchte. Ich bin nicht Romy Schneider, ich werde nicht Romy Schneider. Ich bin Marie Bäumer und versuche, diesen Weg zu beschreiten.

Der Weg von Marie Bäumer beginnt Ende der 60er-Jahre im Rheinland. Die Tochter eines Architekten und einer Ergotherapeutin wächst in Hamburg auf. Schon während ihrer
Schauspielausbildung im schweizerischen Tessin und später in Hamburg gelingt ihr der Durchbruch mit Detlev Bucks Filmkomödie „Männerpension“. Für ihre Rolle in Oskar
Roehlers „Der alte Affe Angst“ wird sie 2002 mit dem Bayerischen Filmpreis und dem Preis der deutschen Filmkritik ausgezeichnet. Einem breiten Publikum ist Bäumer als Ulknudel Uschi in Bully Herbigs Film „Der Schuh des Manitu“ in lebhafter Erinnerung. Die verletzliche Romy und
die überdrehte Uschi – geht das zusammen?

Frau Bäumer, was geht Ihnen durch den Kopf, wenn Sie heute den „Superperforator Song“ (der eine legendäre Tanzszene aus „Der Schuh des Manitu“ untermalt) hören?

Oh, eine Menge lustiger Situationen am Set. Es war eine unfassbare Zeit. Wir haben so viel gelacht ... Christian Tramitz konnte Sky du Mont so lustig nachmachen.

Wie kann man sich das vorstellen?

Christian hat mich manchmal morgens angerufen und gesagt: „Marie, hier ist Sky, wie geht es dir?“ Ich war ziemlich verwirrt und habe zu meiner Maskenbildnerin gesagt: „Oh Mann, Sky ruft gerade an, das ist ja ganz merkwürdig.“ Bis Christian Tramitz das dann tagsüber aufgelöst hat. Es kommen viele Flashs. (lacht)

Sind Sie selbst ein humorvoller Mensch?

Freunde sagen mir, dass ich einen trockenen Mutterwitz habe. Ich habe allerdings kein besonderes Talent fürs Timing. Aber ich würde jederzeit wieder eine Komödie machen
– wenn mir der Stoff zusagt. Ich habe sehr großen Respekt vor großen Komödianten, weil ich weiß, dass die Komödie eine der Königsdisziplinen der Schauspielerei ist.

Komik wie bei Bully Herbig oder Tragik wie bei Romy Schneider: Was verkörpern Sie lieber?

Es ist für mich alles auf eine bestimmte Art zugänglich. Aber immer in Verbindung mit der Figur. Wenn die Figur und ihr Weg plausibel sind, dann geht das alles.

Tragik und Komik – zwei Seiten der Schauspielerin, die ihr Leben in zwei unterschiedlichen Welten lebt. Man sieht eine glamouröse Marie Bäumer bei Festivals in Filmmetropolen, ihren Alltag verbringt sie mit Sohn Shawn in einem sehr ruhigen kleinen Dorf in der Provence.

Stadt oder Land? Wo sind Sie eigentlich zu Hause?

Das eine geht nur durch das andere. Ohne den Film – das Leben in der Stadt – wäre mein Privatleben in Frankreich nicht möglich. Meine Kraftquelle liegt aber nahe an der Natur.

Stimmt es eigentlich, dass Sie in der Provence im Sommer in einem Bett im Garten schlafen?

Ja, das stimmt. Ich schlafe sehr gerne draußen. Außer, die Nachbarn machen zu viel Party und es wird zu laut.

Die Natur als Kraftquelle, insbesondere die Bäume ...

Ja genau, ich habe einen Olivenbaum im Garten, in den hat der Blitz eingeschlagen. Die Besitzer des Hauses wollten ihn herausreißen und einen neuen pflanzen. Ich habe
sie gebeten, das nicht zu tun. Ich habe den Baum ganz vorsichtig zurückgeschnitten und viel mit ihm geredet.

Sie haben mit dem Baum geredet?

Man hat mir gesagt, dass es etwas bringt, mit Pflanzen zu sprechen. Und jetzt ist der Baum wieder wahnsinnig schön, man sieht nichts mehr. Seitdem spreche ich mit allen Pflanzen im Garten. Ich mache eine Morgenrunde, sage allen, wie schön sie sind und dass ich sie lieb habe.
Diesen Sommer haben sie so toll geblüht wie überhaupt noch nie zuvor. (lacht)

Eine weitere Leidenschaft sind Pferde.

Ja, weil wir von ihnen sehr viel lernen können. Pferde haben ein hohes Maß an Sozialverhalten. Sie kümmern sich um die Schwächeren, sind empathisch. Ein Pferd ist in der Lage, den Menschen komplett zu spiegeln.

Apropos einen Menschen spiegeln. Marie Bäumer hat ein Seminar ins Leben gerufen, das sogenannte Atelier Escapade. Dabei geht es darum, die geistige und emotionale Aktivität
in den Körper zu integrieren. Oder anders gesagt: Über Atem- und Energiearbeit werden Schutzblockaden im Körper gelöst, die Emotionen werden freigesetzt.

Was hat es mit dem Atelier Escapade auf sich?

Mit unserem Körper schützen wir unser Inneres. Es gibt Menschen, die ein sehr gutes Fundament und einen Schutz mitbekommen haben. Aber viele haben das nicht. Sie hatten Erlebnisse, bei denen sie gemerkt haben: Ich muss mich halten, vor Verletzungen schützen.

Und das machen die Menschen mit ihrem Körper?

Genau. Also setze ich an diesem Punkt an und kann so an das Innere herankommen. Nicht kognitiv oder über die seelischen Prozesse, sondern über den Körper. Das hat eine riesige Welle geschlagen und so große Resonanz gefunden, dass ich gedacht habe, da mache ich weiter.

Wie sind Sie auf diesen Zusammenhang gestoßen?

Als Schauspielerin habe ich mich immer sehr auf den Körper und die Atmung konzentriert. Ich habe Menschen beobachtet und bin in ihre Körper geschlüpft, um ihre Bewegungen nachzuvollziehen. Dann habe ich diese verstärkt und festgestellt, dass die körperliche Haltung einen unmittelbaren Einfluss auf die Gefühle nimmt.