WLTP – Worldwide Harmonized Vehicle Test Procedure

PEUGEOT-WLTP-Tachometer

WLTP

Worldwide harmonized Light vehicle Test Procedure

Das WLTP-Protokoll (Worldwide harmonized Light vehicle Test Procedure) schreibt für die Fahrzeugzulassung in der EU einen neuen Fahrzyklus und ein neues Verfahren zur Messung des Kraftstoffverbrauchs und der CO2-Ausstöße von Leichtfahrzeugen (PKW und leichte Nutzfahrzeuge < 3,5 t, Gruppe I) unter genormten Bedingungen vor.

Das WLTP-Protokoll ersetzt schrittweise das vorherige Zulassungsverfahren "Neuer Europäischer Fahrzyklus" (NEFZ), das 1992 in Kraft getreten war. Der WLTP-Standard gilt seit dem 1. September 2017 bereits bei der Typengenehmigung neuer Fahrzeugtypen (also bei der Markteinführung neuer Modelle), seit dem 1. September 2018 ist das WLTP-Verfahren darüber hinaus für alle neu zugelassenen PKW und leichten Nutzfahrzeuge < 3,5 t, Gruppe I, Pflicht.

Das neue WLTP-Protokoll erlaubt den Verbrauchern einen genaueren Einblick in den Kraftstoffverbrauch und die CO2-Emissionen ihres Fahrzeugs, da das Messverfahren den Verbrauch im Fahrzeugalltag realistischer widerspiegelt.

PEUGEOT UND DAS NEUE WLTP-PROTOKOLL

PEUGEOT-WLTP-Motoren

Dank innovativer Technologien, wie SCR (Selective Catalytic Reduction) bei BlueHDi-Dieselmotoren und Partikelfiltern bei PureTech-Benzinmotoren, erfüllen die Fahrzeuge von PEUGEOT den WLTP-Standard. Gleichzeitig erfüllt PEUGEOT bereits jetzt für fast alle PKW-Baureihen (ausgenommen PEUGEOT 108) die besonders strenge Norm Euro 6D-Temp.

Die PSA-Gruppe hat die Einführung des neuen WLTP-Verfahrens seit Anfang 2015 öffentlich unterstützt und legt großen Wert auf eine transparente Kommunikation gegenüber ihren Kunden. Deshalb werden bereits seit 2016 der Verbrauch der Modelle und seit 2018 ihre NOx*-Emissionen unter Realbedingungen auf offener Straße veröffentlicht. Das Protokoll dafür wurde gemeinsam mit den Nichtregierungsorganisationen Transport & Environment und der Fédération France Nature (T&E et FNE) entwickelt und von einer unabhängigen Drittorganisation zertifiziert (Bureau Veritas).

* Stickoxid

VON NEFZ BIS WLTP

Das neue WLTP-Verfahren hat zum Ziel, die Bedingungen der tatsächlichen Fahrzeugnutzung und aktuelle Technologien bei der Zulassung besser und repräsentativer darzustellen. Es legt strengere Testbedingungen und ein dynamischeres Fahrprofil fest als der Vorläuferzyklus NEFZ.

Mit dem WLTP-Verfahren werden präzisere Daten erstellt, da es die Spezifikationen jedes einzelnen Fahrzeugs, einschließlich aller optionalen Ausstattungen, die den Kraftstoffverbrauch und die CO2-Emissionen beeinflussen könnten, mit einberechnet. Die Werte, die nach dem WLTP-Verfahren berechnet wurden, liegen für das gleiche Fahrzeug meist über den Werten des NEFZ-Verfahrens. Dies bedeutet nicht, dass sich der Kraftstoffverbrauch erhöht hat; es handelt sich lediglich um einen neuen Standard, der auf strengeren Vorgaben und einem längeren Testzyklus basiert.

WESENTLICHE UNTERSCHIEDE ZWISCHEN DEN BEIDEN TESTVERFAHREN

NEFZ VS WLTP

NEFZ WLTP
Testzyklus Einzelner Testzyklus Dynamischer Zyklus: Beinhaltet eine höhere Anzahl an Abbrems-und Beschleunigungsvorgängen und minimierte Standzeiten. Somit werden reelle Fahrbedingungen besser repräsentiert
Dauer des Zyklus 20 Minuten 30 Minuten
Zurückgelegte Distanz 11 km 23,25 km
Streckenprofile 2 Phasen, aufgeteilt in:

  • 66 % Stadtverkehr
  • 34 % Landstraße
4 dynamische Phasen, aufgeteilt in:

  • 52 % Stadtverkehr
  • 48 % Landstraße
Durchschnittsgeschwindigkeit 34 km/h 46,5 km/h
Maximale Geschwindigkeit 120 km/h 131 km/h
Einfluss einzelner Ausstattungsoptionen Das NEFZ-Verfahren lässt den Einfluss einzelner Ausstattungsmerkmale auf die CO2-Emissionen und den Energieverbrauch außer Acht Zusätzliche Ausstattungsmerkmale (die je nach Modell variieren können) werden durch Einberechnung aller Spezifikationen des Fahrzeugs mit berücksichtigt
Gangwechsel Fahrzeugübergreifend festgelegter Gangwechsel Gangwechsel werden fahrzeugspezifisch festgelegt
Testtemperatur Zwischen 20 und 30 °C Tests bei 23 °C, Zusatztest bei 14°C zur Korrektur des CO2-Werts

EMISSIONEN BEI REALBEDINGUNGEN

REAL DRIVING EMISSIONS - RDE

Ab dem 1. September 2019 müssen alle Hersteller, zusätzlich zum WLTP-Verfahren, die Emissionen aller in der EU verkauften Neufahrzeuge in reellen Fahrsituationen (RDE) messen. Dies gilt ebenso für alle neu zugelassenen Fahrzeuge in der Schweiz, der Türkei, Norwegen, Liechtenstein, Israel und in Irland.

Bei den RDE-Tests werden die Schadstoffemissionen, wie Stickoxide (NOx) und Feinstaubpartikel, auf offener Straße gemessen, um realistischere Werte zu erhalten.

FAQ

  • Wofür steht WLTP?
  • Was ist ein WLTP-Fahrzyklus?
  • Was bedeutet WLTP für mich?

  • Wofür steht RDE?
  • Wofür steht Euro 6?
  • Was bedeutet selektive katalytische Reduktion?
  • Wird mein Kraftstoffverbrauch steigen?

WLTP ist die Abkürzung für „Worldwide harmonized Light vehicles Test Procedure“ (Weltweit einheitliches Leichtfahrzeug-Testverfahren).

Es ist ein neues Verfahren, das eine realistischere Analyse des Kraftstoffverbrauchs, der CO2-Ausstöße und der Schadstoffgrenzwerte von Leichtfahrzeugen ermöglicht. Seit September 2018 müssen alle PKW und leichten Nutzfahrzeuge < 3,5 t, Gruppe I, die zum ersten Mal zugelassen werden, WLTP-zertifiziert sein. Das WLTP-Protokoll wird das alte NEFZ-Protokoll (Neuer Europäischer Fahrzyklus) schrittweise ersetzen.

Der Verbrauch und die Emissionen eines Fahrzeugs hängen vom jeweiligen Fahrstil ab. Deshalb wurden für die WLTP-Norm eine große Menge an Daten, die weltweit gesammelt wurden, zusammengestellt. Diese Daten wurden verwendet, um vier repräsentative Phasen mit vier Durchschnittsgeschwindigkeiten zu erstellen: niedrig, mittel, hoch und sehr hoch.

In jeder Phase werden unterschiedliche Situationen (Bremsen, Beschleunigen, Anhalten) auf unterschiedliche Weise gemessen, um alltägliche Fahrsituationen widerzuspiegeln. Wenn man diese Phasen miteinander kombiniert, erhält man einen „Fahrzyklus“.

Der Kraftstoffverbrauch wird für vier unterschiedliche Fahrsituationen erfasst und je nach Motorisierung differenziert. Es ergeben sich also unterschiedliche Werte für Benziner, Dieselfahrzeuge, Hybridfahrzeuge und aufladbare Hybridfahrzeuge.

Mit dem Inkrafttreten des WLTP-Standards werden die beschriebenen Werte zum Kraftstoffverbrauch und die CO2-Emissionen realitätsnäher und genauer widergespiegelt.

Das WLTP-Verfahren berechnet die einzelnen Ausstattungsoptionen (z. B. Winterreifen oder Glasdach) mit ein und sorgt damit für realistischere Werte, die auf der exakten Konfiguration Ihres Fahrzeugs basieren.

Realistischere Werte bedeuten natürlich auch, dass Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor tendenziell höhere Verbrauchs- und Emissionswerte anzeigen und Elektrofahrzeuge (einschließlich aufladbarer Hybridfahrzeuge) eine geringere Reichweite anzeigen. Dies hat zur Folge, dass sich Steuern, die auf den CO2-Emissionen basieren, in den meisten Fällen verändern. In Deutschland betrifft dies die KFZ-Steuer. Jedoch beziehen sich Fahrzeuge, die vor dem 01. September 2018 zugelassen wurden, weiterhin auf die Steuerbasis des NEFZ-Standards. Das neue Verfahren wirkt sich also nur bei PKW-Neuzulassungen seit dem 01. September 2018 in einer möglichen Beitragsänderung aus.

RDE ist die Abkürzung für „Real Driving Emissions“ (Emissionen in reellen Fahrsituationen). Es handelt sich um ein neues Verfahren, bei dem die Emissionen von Stickoxiden (NOx) und Feinstaubpartikeln gemessen werden.

Wie der Name bereits sagt, erfolgen die Messungen auf offener Straße und bei reellen Bedingungen statt im Labor. Die Messungen werden mit einer intelligenten Vorrichtung vorgenommen, die sich PEMS (Portable Emissions Measurement System) nennt. Sie wird bei dem Test hinten am Fahrzeug angebracht.

Euro 6 ist die geltende Norm, die die Grenzwerte für Schadstoffemissionen festsetzt. Sie definiert die maximalen Emissionswerte für Feinstaubpartikel und Stickoxide. Die Grenzwerte der Euro-6-Norm sind niedriger und damit strenger als die der Vorgängernorm Euro 5.

Im September 2018 hat mit der Norm Euro 6c die zweite Phase der Euro 6 Norm begonnen. Sie legt noch geringere Obergrenzen hinsichtlich der Emissionswerte für Feinpartikel und Stickoxide für Benzinmotoren fest.

PEUGEOT ist schon einen Schritt weiter und erfüllt bereits jetzt für fast alle PKW-Baureihen (ausgenommen PEUGEOT 108) die besonders strenge Norm Euro 6D-Temp.

Um die Schadstoffemissionen eines Fahrzeugs noch weiter zu reduzieren, wird dem Abgassystem von Dieselmotoren flüssiges Ammoniak, AdBlue® genannt, hinzugefügt. Die selektive katalytische Reduktion (Selective Catalytic Reduction - SCR) mit AdBlue® reduziert bis zu 90 % der Stickoxide. Im Wesentlichen werden also nur Wasserdampf, Stickstoff und CO2 ausgestoßen.

Nein, Ihr Kraftstoffverbrauch bleibt unverändert. Die Verbrauchswerte, die nach dem WLTP-Verfahren ermittelt werden, sind allerdings tendenziell höher als die mit dem NEFZ-Verfahren ermittelten Werte, da strengere Tests zur Bestimmung der Verbrauchswerte durchgeführt werden.

-

WLTP- & EURO 6D-TEMP-KONFORME PEUGEOT PKW

PEUGEOT 208

PEUGEOT 308 SW

PEUGEOT 308 GTi

PEUGEOT 308 GTi

PEUGEOT 3008 GT

PEUGEOT 5008

PEUGEOT 5008 GT

PEUGEOT RIFTER

PEUGEOT Expert Kombi

PEUGEOT Traveller Business

WLTP- & EURO 6D-TEMP-KONFORME PEUGEOT NFZ

NEUER PEUGEOT PARTNER

Neuer-PEUGEOT-Partner-WLTP